tES-Behandlung (© Zentrum für Neuromodulation Regensburg)

 

Bei der Transkraniellen Elektrischen Stimulation (tES) werden jeden Tag für ca. 20 Minuten schwache Ströme verabreicht. Die beiden Elektroden, die in mit Kochsalz getränkten Schwämmen eingebracht sind, werden über elastische Bänder am Kopf angebracht. Die Stimulation verändert die Ruheaktivität der elektrisch aktiven Nervenzellen im Gehirn.

Die tES ist ein nahezu nebenwirkungsfreies Verfahren. Es kann zu einem leichten Brennen, Kribbeln oder Jucken auf der Kopfhaut kommen. Manche Patienten berichteten über Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Schlafprobleme.

Es handelt sich bei diesem Verfahren noch um kein Routineverfahren, sondern um ein Verfahren in der wissenschaftlichen Erprobung. Daher werden die Behandlungseffekte durch spezielle Fragebögen erfasst. Die Behandlungen finden bei Patienten mit Tinnitus oder Depression in zwei aufeinanderfolgenden Wochen an jedem Werktag (insgesamt 10 Tage) statt (Dauer pro Tag maximal 20 Minuten).

Aus Sicherheitsgründen können Patienten mit elektro-magnetischen Implantaten oder Metall im Kopf oder in der Brust nicht behandelt werden. Hautauschläge am Kopf stellen auch eine Kontraindikation dar.

 

Bei welchen Erkrankungen kann die tES angewandt werden?

  • Tinnitus und
  • Depression