rTMS

TMS-Behandlung (© Zentrum für Neuromodulation Regensburg)

 

Bei der transkraniellen Magnetstimulation (TMS) wird von außen über eine, an den Kopf angelegte stromdurchflossenen Spule ein umschriebenes magnetisches Feld aufgebaut. Die Magnetimpulse können den Schädelknochen ohne Schädigung („nichtinvasiv“) durchdringen und einen biologischen Stromfluss im Hirngewebe auslösen. Durch die Magnetstimulation lässt sich die Aktivität der Nervenzellen von bestimmten Hirnarealen beeinflussen, die bei bestimmten neuropsychiatrischen Erkrankungen verändert sind.

Das Verfahren ist nahezu nebenwirkungsfrei. Auf der Kopfhaut oder der Kopfmuskulatur kann ein Zucken ausgelöst werden. In seltenen Fällen kommt es während der Behandlung zu leichten Kopfschmerzen.

Es handelt sich bei diesem Verfahren noch um kein Routineverfahren, sondern um ein Verfahren in der wissenschaftlichen Erprobung. Daher werden die Behandlungseffekte durch spezielle Fragebögen erfasst. Die Behandlungen finden bei Tinnituspatienten in zwei oder vier aufeinanderfolgenden Wochen an jedem Werktag (insgesamt 10 oder 20 Tage) statt (Dauer pro Tag maximal 60 MInuten). Patienten mit Depression werden in drei aufeinanderfolgenden Wochen an jedem Werktag (insgesamt 15 Tage) behandelt (Dauer maximal 30 Minuten).

Aus Sicherheitsgründen können Patienten mit neurologischen Erkrankungen wie Epilepsie und mit elektro-magnetischen Implantaten oder Metall im Kopf oder in der Brust nicht behandelt werden.

 

Bei welchen Erkrankungen kann die TMS angewandt werden?

  • Depression
  • Tinnitus
  • Akustische Halluzinationen