Bei welchen Erkrankungen können die beiden Therapieverfahren angewandt werden?

Die Transkranielle Magnetstimulation (rTMS) kann bei Patienten mit

  • Depression
  • Tinnitus
  • Psychosen mit akustischen Halluzinationen

angewandt werden.

Die Elektrostimulation (tES) kann bei Patienten mit

  • Tinnitus und
  • Depression

angewandt werden.

 

Wichtige Informationen zur Behandlung bei

    • Tinnitus

      Prinzipiell können sich alle Patienten mit einem chronischen Tinnitus (> 3 Monate) zunächst zu einem Erstgespräch bei uns in der Ambulanz vorstellen. Vorher sollte eine HNO-ärztliche Abklärung erfolgen. Aktuelle Untersuchungsbefunde (z.B. Audiogramm) sind bitte bei der Erstvorstellung mitzubringen. Um die Belastung durch den Tinnitus und auch mögliche depressive Symptomatik, die sich entwickeln kann, besser einschätzen zu können, geben wir den Patienten Fragebögen, die die Beeinträchtigung durch den Tinnitus messen, wie den Tinnitusfragebogen nach Göbel & Hiller, Tinnitus Handicap Inventory (THI) sowie Major Depression Inventory (MDI).

 

    • Depression

      Die Behandlung mit den Stimulationsverfahren richtet sich an Patienten, bei denen es trotz medikamentöser Behandlung zu keiner zufriedenstellenden und dauerhaften Linderung der Beschwerden gekommen ist. Davon sind ca. 30% der Patienten mit Depression betroffen. Es besteht daher ein erhöhter Bedarf an zusätzlichen Therapiemöglichkeiten. Vor der Behandlung wird auch in einem Erstgespräch die genaue Anamnese erhoben und Fragebögen wie der Major Depression Inventory (MDI) sowie Hamilton Depressionsskala (HAMD) zur Einschätzung der Schwere der Depression ausgefüllt.

 

! Gesetzlich-versicherte Patienten benötigen einen Überweisungsschein !